Garmin Basecamp – Navigationskurs

Ich arbeitete zwar schon seit einiger Zeit mit dem Garmin-Basecamp und habe viel darüber gelesen, habe mir auf Youtube Tutorials angesehen und stundenlang gepröbelt. Aber irgendwann, als ich gemäss Basecamp mein 27. Zuhause „einweihen“ konnte, habe ich mich entschlossen, nun doch endlich einen Kurs zu besuchen.

Am 7. April 2016 besuchte ich also den Navigationskurs von Moto Mader in Oberentfelden. Für mich hat sich das gelohnt!

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BMW Navigator 5

Ich kann mich noch gut erinnern, als ich das erste Mal auf meinem neuen Navi Zümo 590LM von Garmin rumgedrückt habe und am 2. Juli 2015 von Kreuzlingen nach Lugano gefahren bin. Ich gestehe es jetzt ein. Wäre ich nach Kopf und nicht nach Navi gefahren, ich wäre mindestens eine halbe Stunde früher im Hotel gewesen! Das Navi wollte mich doch tatsächlich auf den Monte San Salvatore führen. Aber mein Hotel lag ja nur an der Via San Salvatore. Naja, ich hab’s bemerkt und wendete früher als es in der Schweiz gewissen ausländische Gäste mit ihren AI-Nummernschildern tun (;-) ) und landete schlussendlich doch noch im Hotelbett und nicht auf dem 912 M.ü.M. hohen Aussichtsberg auf Ufer des Luganersees. Beinahe jedoch hätte ich die Gotthardpost nach dem Weg fragen müssen! 😉

Treffen der Generationen. Gotthard-Postkutsche & Indian Roadmaster in Andermatt

Treffen der Generationen. Gotthard-Postkutsche & Indian Roadmaster in Andermatt

Später versuchte ich Routen zu planen. Allen voran die Grand Tour of Switzerland. Nun kamen Fragen hoch: Was sind denn eigentlich POIs? Was sind Wegpunkte? Was sind Tracks? Für mich absolutes Chauderwelsch und unverständliche Hyroglyphen!

Irgendwann habe ich zwar verstanden dass POI, Point of Interest heisst. Das kann man in etwa mit „interessanter Ort“ oder „Ort von Interesse übersetzen“. Und da die Interessen (essen, trinken, tanken, fotografieren, schwimmen, shoppen etc.) sehr unterschiedlich ausfallen können, gibt es eben auch viele verschiedene POIs!

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Karte & Buch Grand Tour of Switzerland

Aber was ist denn ein Wegpunkt? Wikipedia sagt dazu folgendes: „Der Begriff Wegpunkt, abgekürzt WP (engl. waypoint), wird in der Geodäsie und bei Navigations-Geräten benutzt, die mehrere Positionen speichern können. Ein Wegpunkt ist eine (elektronische) Marke, die eine eindeutige Positionsangabe auf der Erde speichert. Neben den Koordinaten (Breitengrad und Längengrad) werden meistens auch noch weitere Informationen gespeichert; z. B. die Höhe oder die Qualität der Koordinate. Ein Wegpunkt kann mit einem Namen und einem Symbol versehen werden. In der Luftfahrt werden Wegpunkte Intersections genannt.“ 

Jetzt also alles klar? Mir war’s irgendwie noch nicht so ganz klar. Trotzdem habe ich es geschafft, mir Routen zu planen. Aber manchmal kam das Problem auf, dass mein Navi einfach nicht die Strasse nehmen wollte, welche ich mir im Kopf zurechtgelegt hatte. So landete ich mit meiner Indian Roadmaster einmal irgendwo auf einem abgelegenen, mit Gras überwachsenen Feldweg auf dem wohl höchsten Hügel im Emmental(!) – dabei wollte ich auf der Grand Tour of Switzerland doch nur die Autobahn meiden. Ein andermal dachte ich, das Navi „überlisten“ zu wollen und ein Abkürzung zu nehmen. Es resultierte ein beinahe stündiger Umweg. 😦

Am 7. April 2016 wollte ich dem nun ein Ende setzen und habe es geschafft! 🙂

Erwin Plüss hat uns umsichtig und klar verständlich durch den Kurs geleitet. Zuerst haben wir uns mal in Ruhe das Navi angeschaut, sind alle Menupunkte auf dem Navi durchgegangen und durften so manches Aha-Erlebnis feiern.

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Erwin Plüss erkärt und uns rauchnen die Köpfe

Später setzten wir uns an unsere Laptops und begannen eine Musterroute rund um den Vierwaltstättersee zu planen. Liebe Bewohner des Vierwaltstättersees. Wenn Ihr also die kommenden Monate Motorradfahrer rumkurven seht, dann könnten das gut und gerne Teilnehmer Erwin Plüss‚ Schüler von Moto Maders Garmin-Kurs sein! 😉

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Musterroute rund um den Vierwaltstättersee

Es würde zu weit führen, den Kurs hier nun im Detail beschreiben zu wollen, aber soviel sei gesagt: ich habe das Erlernte bereits erfolgreich auf kurzen Routen angewendet. Ein kleines Beispiel sehr hier unter diesem Link hier! . MyRouteApp ist übrigens ein Tool, mit welchem ich mit anderen Motorradfahrern kommunizieren, Routen & Erlebnisse teilen kann. Planen tu‘ ich meine Routen vorderhand jedoch ausschliesslich mit Garmin Basecamp, weshalb ich hier nicht auf MyRouteApp eingehen will. Wenn Du Dich dafür interessieren würdest, dann lass es mich bitte wissen und verfasse untenstehend einen Kommentar oder sende mir auf meiner Facebooksite eine Nachricht.

Für mich besteht das Fazit darin, dass eine Reise – vorallem wenn Du eine Gruppe anführst – nach wie vor viel Vorbereitung sowie idealerweise eine Strassenkarte benötigt. Das Navigerät ersetzt Dir nicht die Strassenkarte (vor allem nicht vor Ort on the road), aber es ermöglicht Dir ein unterbrechnungsfreies Durchfahren auf der Strecke von einen POI zum anderen. Du kannst also Deinen Startort definieren, Treffpunkte festlegen, Kaffee-, Mittags- und  Tankstopps vorsehen und eintragen. Alle diese Funktionen verhelfen Dir zu einem reibungslosen Reiseablauf. Ein Schulterklopfen Deiner Reisebegleiter wird Dir auf sicher sein! 😉

3 Indian & 2 Harleys in Sursee

3 Indian & 2 Harleys in Sursee

Wer gerne am PC o.ä. sitzt, der wird diesen Bericht hier wohl kaum lesen, ansonsten rate ich ihm, nachwievor mit der althergebrachten Strassenkarte zu reisen. Vorbereiten musst Du Dich aber auch mit „nur“ der Karte! 😉

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BMW R 1200 GS auf Schwammhöhe mit Karte am Klöntalersee

Ich freue mich auf meine ersten geführten Touren, welche ich im ganz kleinen Rahmen bereits für ehemalige Hotelgäste leiten darf. Gerne werde ich diese Tätigkeit im Rahmen meiner Möglichkeiten ausbauen!

Und wohin wird Dich Deine nächste Reise führen?

 

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