Grand Tour BikeHotels

Grand Tour of Switzerland

Zum Einstieg meines Sabbaticals Anfang Juli 2015, hat die Grand Tour of Switzerland es mir besonders angetan, ja ich bin ein Grand-Tour-Fan! Zum einen finde ich die Idee, den roten Faden durch die Schweiz, als Touristiker sehr interessant, zum andern war sie für mich auf meiner Indian Roadmaster eine erlebnisreiche Tour. An dieser Stelle mal ein herzliches Dankeschön den Machern dieser tollen Tour.

Viele befreundete Hoteliers, Touristiker und Musikanten habe ich auf dieser Tour besucht. Vieles bleibt in meiner Erinnerung, einiges habe ich jedoch vergessen. Auf dieser Tour entdeckte ich auch meine Freude am Fotografieren, Filmen und Schreiben wieder. An einen Blog habe ich damals noch nicht gedacht. Mit dem Fortschreiten meines Sabbaticals kam jedoch der Wunsch auf, das Erlebte schriftlich festzuhalten. Inzwischen ist aus der Idee nun Realität geworden.

FMS Pässewettbewerb

Nachdem ich die Grand Tour of Switzerland fertig befahren hatte, suchte ich nach einer neuen Herausforderung, und wurde im FMS Pässewettbewerb fündig. Hermann Ryter stellt diesen Wettbewerb mit rund 130 Pässen und Einwegstrecken mit viel Liebe zum Detail zusammen. Er stellt Wegpunkte für die GPS-Geräte zur Verfügung, fotografiert und beschreibt die Fahrt über den Pass oder auf der Einwegstrecke.

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Bei diesem Wettbewerb geht es nicht ums Tempo, sondern um den Genuss. Um’s Entdecken der Schweiz auf eine neue Art! Allein im Jura befuhr ich rund vierzig Pässe – gekannt habe ich vorher vielleicht nur zwei oder drei. Als Belohnung kriegt der Teilnehmer eine Erinnerungsmedaille und allenfalls weitere Preise, sofern er zumindest die bronzene Auszeichnung erhält, was einem Durchschnittsbiker leicht fällt, da unsere grossen Pässe alleine schon so viele Punkte geben, dass es locker zu der Auszeichnung reicht. Ich selbst habe alle 130 Strecken befahren! Eine Herausforderung – ideal für die Zeit während meines Sabbaticals – aber auch ein wahrer Genuss.

Zur Routenwahl der Grand Tour of Switzerland

Als Töfffahrer hat die Grand Tour of Switzerland einige „Mängel“ aufzuweisen. Im Wissen, dass die Tour ja nicht nur für Motorradfahrer zusammengestellt wurde, schreibe ich das Wort „Mängel“ in Anführungszeichen.

Für den klassischen Biker sind Pässe, wie vorhin mit dem FMS Pässewettbewerb beschrieben, das Maß aller Dinge. Gemäß passknacker.com (ein internationaler Pässewettbewerb) gibt es 358 mit dem Töff befahrbare Pässe in der Schweiz. Die GToS befährt lediglich deren 5. Wie man dem aus meiner Sicht begegnen kann, erläutere ich weiter unten.

Unterkünfte an der Grand Tour of Switzerland

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Während meiner Fahrt durch unser schönes Land war ich gelegentlich auf der Suche nach Unterkunftsmöglichkeiten, sprich Hotels. Mit Erstaunen musste ich feststellen, dass dies gar nicht so einfach war. Oftmals war es unmöglich, sein Motorrad über Nacht gegen Wind und Wetter zu schützen und auch vor Diebstahl oder Vandalismus musste man sich teilweise fürchten.

Habe ich dann doch ein Hotel gefunden, stellte sich je nach Witterung die Frage nach einem Trocknungsraum. Nicht immer wurde dieser Wunsch mit Freude aufgenommen, aber letztendlich haben wir immer irgendwie eine Lösung gefunden. Viele Hoteliers waren sich manchmal gar nicht bewusst, dass sie diesen Trochnungsraum ja bereits hätten. Ein bisschen Phantasie eines Ex-Hoteliers half da dem einen oder anderen auf die Sprünge! 😉

Und jetzt noch dies: am Motorrad ist eine Schraube locker. Wie praktisch wäre es, wenn der Hotelier eine Kiste mit dem notwendigen Werkzeug zücken könnte. Diesen Werkzeugkoffer habe ich für einen befreundeten Hotelier zusammengestellt. Weitere wurden inzwischen auch von bereits durch mich besuchen Hotels angefragt. Selbstverständlich werde ich auch diese liefern. Dass ich mal mit mit Werkzeug zu tun haben könnte, habe ich eigentlich nicht erwartet, aber es macht Spass, ein vermeintliches Problem mit relativ einfachen Mitteln und wenig finanziellem Einsatz beheben zu können.

Restaurant & Bar Schützen Lauterbrunnen

Die meisten Motorradfahrer sind notgedrungen mit wenig Gepäck unterwegs und ihre Kleidung ist eher einfach. Auch dies stößt nicht überall auf Verständnis. Auch wenn ich mehrheitlich hervorragend bewirtet wurde, so hatte ich doch auch Erlebnisse der unschöneren Art. Aus Sicht des Hoteliers manchmal auch Verständlich, aus Sicht des durchnässten und halb durch-gefrorenen Töfffahrers unangenehm. Eine gemütliche Gaststube, wo man auch in einfacherer Kleidung willkommen ist – perfekt!

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Die nächste Hürde war unter Umständen das Frühstück. Wollte ein Biker, so manchmal auch ich, mal ganz früh los, musste er in gewissen Lokalitäten auf sein Frühstück verzichten. In anderen wiederum wurde eine unkomplizierte Lösung gefunden. Kein vernünftiger Mensch erwartet, dass bereits um 5 Uhr früh jemand für eine einzelne Person ein Frühstück zubereitet. Mit einer Thermoskanne, ein wenig gutem Willen und Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten, findet sich hier aber immer ein Weg.

Motorradfreundliche Hotels

Als ehemaliger Hotelier habe ich sehr viele interessante Gespräche mit anderen Berufskollegen und Wirten und natürlich auch mit Motorradreisenden führen dürfen. Bemerkt habe ich, dass beide eigentlich Interesse aneinander hätten, sie sich gegenseitig aber nicht finden, und dass die existierenden Portale für viele Hoteliers zu teuer sind. Das heißt, sie können die Kosten nicht mit Logiernächten wieder verdienen. Schlussendlich aber ist das der Zweck eines jeden Unternehmens. Geld verdienen. Familiengeführte Hotels haben’s da je nach Standort derweilen nicht sehr einfach. Was also, wenn ich, der die Schweiz nun intensivst bereist hat, ein Netz an Hotels zusammenstelle, in denen der Biker willkommen ist und der Hotelier sich freut, wenn er den Motorenlärm näherkommen hört? Zudem biete ich an, für den Biker die Anfahrtswege fotografieren und evtl. gar filmen, damit er sich ein Bild machen kann über die Lage des Hotels.

Vielleicht spannen ja einige Hotels oder gar Destinationen zusammen? Ich bin gerne zur Stelle! Darf man in einem Blog eigentlich Werbung für seine Dienstleistungen machen? Wenn nein, dann sorry, das war jetzt eine! 😉

Routen ab Hotel

Endlich ist das Hotel gefunden, wo der Motorradreisende sich willkommen fühlt. Warum eigentlich nicht von hier aus die nächsten 2 – 3 Tage Touren unternehmen? Ich biete dem Hotelier an, diese Routen ausfindig zu machen und/oder seine eigenen zu befahren, zu beschreiben und mit Bild- und evtl. Filmmaterial zu versehen. Selbstverständlich sind alle Routen downloadbar auf Navigeräte, Smartphones und Tablets. Und wer’s lieber handfest hat, dem kann der Hotelier ein PDF ausdrucken.

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Was? Das gibt es schon? Warum zum Henker habe ich denn kein solches Hotel gefunden? „*grübel*“? Ach ja, ein Hotel hat mir eine Route mitgegeben, welche ich mit meiner Indian gefahren bin. Eine Schotterstraße. Mit der BMW wäre das kein Problem gewesen, aber mit der Indian? Vielen herzlichen Dank! Das war jetzt absolut sch….recklich danebengegriffen! 😦

Links zu:     FMS-PässwettbewerbPassknacker.comGrandtour of Switzerland

 

 

2 Gedanken zu “Grand Tour BikeHotels

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